Ratgeber · Schallschutz
Klasse 2, 4 oder 6? Was die Zahlen bedeuten, welche Klasse zu welcher Lage passt und warum das beste Fenster wenig nützt, wenn der Einbau nicht stimmt.
Wer an einer lauten Straße wohnt, hört irgendwann auf, über Heizkosten nachzudenken, und fängt an, über Schlaf nachzudenken. Schallschutzfenster sind dann die naheliegende Antwort — nur steht auf jedem Angebot eine andere Klasse, und niemand erklärt, was der Unterschied im Schlafzimmer bedeutet.
Schallschutzklassen sind eine Einteilung danach, um wie viele Dezibel ein Fenster den Außenlärm mindert. Je höher die Klasse, desto stärker die Dämmung — und desto aufwendiger der Aufbau aus unterschiedlich dicken Scheiben, größeren Zwischenräumen und Spezialfolien.
In sechs unserer Angebote steckt Schallschutz, mehrfach die Klasse IV, unter anderem in Charlottenburg-Wilmersdorf und in Spandau. Hier steht, wie Sie die richtige Klasse für Ihre Adresse finden.
Grob gilt: Klasse 2 dämmt etwa 30 bis 34 Dezibel und passt zu ruhigeren Wohnstraßen. Klasse 3 bis 4 liegt bei etwa 35 bis 44 Dezibel und ist die richtige Wahl an viel befahrenen Straßen — das ist die Klasse, die wir in Berlin am häufigsten bauen. Klasse 5 bis 6 erreicht bis zu 49 Dezibel und ist für stark belastete Lagen gedacht, etwa an Hauptverkehrsachsen oder in Einflugschneisen.
Zur Einordnung der Dezibel: Eine Minderung um zehn Dezibel wird vom Ohr ungefähr als Halbierung der Lautstärke empfunden. Der Sprung von einem alten, undichten Fenster auf ein modernes Element mit Schallschutzverglasung ist deshalb meist deutlicher, als die reinen Zahlen vermuten lassen.
Mehr Klasse ist übrigens nicht automatisch besser: Höhere Klassen bedeuten dickeres, schwereres Glas, höheren Preis und Beschläge, die dafür ausgelegt sein müssen. Die Klasse zu wählen, die zur Lage passt, ist die wirtschaftlichere Entscheidung.
| Klasse 2 | ca. 30–34 dB — ruhigere Wohnstraße |
|---|---|
| Klasse 3–4 | ca. 35–44 dB — viel befahrene Straße |
| Klasse 5–6 | bis 49 dB — stark belastete Lage |
| Faustregel | 10 dB weniger ≈ halb so laut empfunden |

Schallschutz ist eine Kette, und sie reißt an der schwächsten Stelle. Ein Fenster der Klasse 5 in einer Anschlussfuge, die nicht sauber ausgeführt ist, bringt am Ende die Wirkung einer deutlich niedrigeren Klasse — Schall findet jede Lücke, so wie Wasser.
Deshalb hängt bei uns an einem Schallschutzauftrag mehr Aufwand als am Glas: der umlaufende Anschluss ans Mauerwerk, die Abdichtung, bei Bedarf der Rollladenkasten, der oft die eigentliche Schwachstelle ist. Grundlagen dazu stehen unter Schallschutz.
Der zweite häufige Fehler ist die Lüftung. Ein sehr dichtes Fenster heißt, dass die Fuge nicht mehr für den Luftwechsel sorgt. Wer dann nicht regelmäßig lüftet, bekommt Feuchtigkeit — deshalb gehören schallgedämmte Lüfter oder Falzlüfter für uns zum Thema dazu.

An besonders lärmbelasteten Adressen fördert Berlin den Einbau über das Schallschutzfensterprogramm. Gefördert werden 400 Euro je Quadratmeter Einbaufläche für Schallschutzklasse 4 und 500 Euro je Quadratmeter für Klasse 5. Die schalltechnische Runderneuerung berlintypischer Holzkastendoppelfenster wird ebenfalls mit 500 Euro je Quadratmeter gefördert, schallgedämmte Lüftungseinrichtungen mit 250 Euro pauschal je Raum für Schlaf- und Kinderzimmer. Zusammen sind höchstens 90 Prozent der anerkannten Kosten und maximal 15.000 Euro je Wohnung möglich.
Zwei Punkte entscheiden über Erfolg oder Absage: Die Maßnahme darf vor der Bewilligung nicht begonnen sein, und es wird ein Prüfzeugnis für das Gesamtelement verlangt — nicht nur für die Verglasung. Alle Einzelheiten und die Quelle stehen auf unserer Seite zum Schallschutzfensterprogramm.

„Erstinfo: TOP. Angebot: innerhalb kurzer Zeit. […] Einbau der Fenster: ohne wenn und aber. Profis halt.“
argeb plankonzept · Google, August 2018„Toller Service. Von Lieferung bis zur Montage hat alles gepasst.“
Mary G. · Google, März 2022„Die Jungs und der Chef haben sauber und kompetent gearbeitet. Sehr zufrieden!“
Karla M. · Google, Februar 2025In der Regel Klasse 3 bis 4, also etwa 35 bis 44 Dezibel Minderung — das ist die Klasse, die wir in Berlin am häufigsten bauen, unter anderem in Charlottenburg-Wilmersdorf und in Spandau. An besonders stark belasteten Achsen oder in Einflugschneisen kann Klasse 5 sinnvoll sein. Welche Klasse zu Ihrer Adresse passt, hängt vom gemessenen Pegel und davon ab, ob Schlafräume zur Straße liegen.
Technisch ja, wirtschaftlich nicht. Höhere Klassen bedeuten dickeres und schwereres Glas, einen höheren Preis und Beschläge, die für das Gewicht ausgelegt sein müssen. Wer an einer ruhigen Wohnstraße Klasse 5 einbaut, zahlt für eine Wirkung, die er nicht bemerkt. Wir empfehlen die Klasse, die zur Lage passt, und begründen das beim Aufmaß.
Nein. Schallschutz entsteht durch unterschiedlich dicke Scheiben, größere Scheibenabstände und spezielle Verbundfolien — nicht durch die bloße Anzahl der Scheiben. Eine gut ausgelegte 2-fach-Schallschutzverglasung kann besser dämmen als eine 3-fach-Verglasung ohne schalltechnische Auslegung. Wärmeschutz und Schallschutz sind zwei getrennte Anforderungen, die man getrennt planen muss.
Weil Schall jede Lücke findet. Ein Fenster der Klasse 5 in einer undicht ausgeführten Anschlussfuge wirkt am Ende wie eine deutlich niedrigere Klasse. Deshalb steckt bei einem Schallschutzauftrag mehr Arbeit im umlaufenden Anschluss ans Mauerwerk als im Glas. Häufige Schwachstelle ist außerdem der alte Rollladenkasten über dem Fenster — den muss man mitbetrachten.
Gefördert werden 400 Euro je Quadratmeter Einbaufläche für Schallschutzklasse 4 und 500 Euro je Quadratmeter für Klasse 5. Die Runderneuerung berlintypischer Holzkastendoppelfenster wird ebenfalls mit 500 Euro je Quadratmeter gefördert, schallgedämmte Lüfter mit 250 Euro pauschal je Raum für Schlaf- und Kinderzimmer. Zusammen sind maximal 90 Prozent der anerkannten Kosten und höchstens 15.000 Euro je Wohnung möglich.
Ja, darauf sollten Sie sich einstellen. Ein sehr dichtes Fenster sorgt nicht mehr über die Fuge für Luftwechsel — die Feuchtigkeit, die vorher unbemerkt entwichen ist, bleibt im Raum. Entweder lüften Sie bewusst mehrmals täglich, oder wir bauen schallgedämmte Lüfter beziehungsweise Falzlüfter ein. Beim Berliner Förderprogramm sind solche Lüftungseinrichtungen ausdrücklich mitgefördert.
Wir sehen uns die Lage an, empfehlen die passende Klasse und prüfen, ob das Berliner Förderprogramm für Sie greift.
Zum Aufmaß kommt der Chef persönlich — wer verkauft, hat die Öffnung vorher gesehen.